Vortrag

Weibliche Genitalverstümmelung – ein globales Problem

Dr.in med. Cornelia Strunz

Am 11. September 2013 wurde im Krankenhaus Waldfriede das weltweit erste Desert Flower Center unter der Schirmherrschaft von Waris Dirie eröffnet, da auch in Deutschland zahlreiche Frauen an den gesundheitlichen und psychischen Folgen der Genitalverstümmelung leiden. 

Sie können eine Vielzahl von komplexen Verletzungen im Bereich des Darm- und Beckenboden aufweisen. 

Zudem leiden die Frauen unter einem gestörten Selbstbewusstsein und fühlen sich ihrer Weiblichkeit beraubt.

Durch die Komplexität der Folgen benötigt man bei der medizinischen Versorgung genitalverstümmelter Frauen eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von hochspezialisierten Fachärzten unterschiedlicher Disziplinen. 

So ist die Expertise von plastisch-chirurgisch tätigen Ärzten notwendig, es werden Darm – und Beckenbodenchirurgen benötigt sowie Gynäkologen und Urologen. 

Zur Vermittlung werden zudem Mitarbeiterinnen mit afrikanischem Hintergrund den Frauen zur Verfügung gestellt. 

Unser Ziel ist es, Frauen, die an den Folgen einer Genitalverstümmelung leiden, eine ganzheitliche medizinische Versorgung anzubieten. 

Dazu gehören nicht nur operative Eingriffe und Wiederherstellungsoperationen, sondern auch psychische und physiotherapeutische Hilfe. 

Außerdem bieten wir seit Januar 2015 eine Selbsthilfegruppe an, die sich einmal im Monat im Krankenhaus Waldfriede trifft.

Tag 1

Di 20.4.2021 | 10:30 - 12:00 Uhr

Dr.in med. Cornelia Strunz

Fachärztin für Chirurgie, Oberärztin im Zentrum für Darm- und Beckenbodenchirurgie,

Desert Flower Center Waldfriede, Ärztliche Koordination und Sprechstunde

Generalsekretärin der Desert Flower Foundation, Deutschland