Vortrag

„Ich hatte ein Recht, das für mich zu entscheiden“. Bedarfe in der Frauengesundheit nach einem Schwangerschaftsabbruch

Pauline Hartnagel M.Sc.

Im deutschsprachigen Raum gibt es derzeit keine veröffentlichten Studien zu den möglichen Bedürfnissen von Frauen nach einem „sozial begründeten“ Schwangerschaftsabbruch. Das hat zur Folge, dass das Thema des Schwangerschaftsabbruchs in der Frauengesundheit, auch bei einer erneuten Schwangerschaft, kaum evidenzbasiert bearbeitet werden kann. Wir Hebammen kommen jedoch mit Frauen in Folgeschwangerschaften in Kontakt und können eine wichtige Schlüsselfunktion in der Implementierung des Lebensereignisses in die Gesundheitsbiographie von Frauen einnehmen. Um bedarfsgerechte Angebote für Frauen und ihre Hebammen zu entwickeln, ist eine evidenzbasierte Erfassung und Evaluierung von möglichen Bedürfnissen unabdingbar.

Tag 2

Mi 21.4.2021 | 14:00 - 15:00 Uhr

Pauline Hartnagel M.Sc.

Pauline Hartnagel ist seit 8 Jahren Hebamme. Sie hat den Bachelor of Science in Midwifery an der Fachhochschule für Gesundheit (FHG)in Innsbruck gemacht und 2019, ebenfalls an der FHG, den Master of Science in Advanced Practice Midwifery abgeschlossen. Seit 2020 promoviert sie an der UMIT, im Department Public Health zum Thema "Erhebung und Evaluierung möglicher Bedürfnisse in der Frauengesundheit nach einem „sozial begründeten“ Schwangerschaftsabbruch".

Sie ist als Hebamme im Kreißsaal, auf der Wochenstation und freiberuflich tätig. Zusammen mit einer Kollegin hat sie im Frühjahr 2020, das Hebammenkollektiv "Deine Hebammen Innsbruck" gegründet (www.deinehebammeninnsbruck.com). In der Hebammentätigkeit liegt ihr besonders eine ganzheitliche Frauengesundheit am Herzen, die über die Geburtshilfe weit hinausgeht.